1983 gegründet, waren Peter Butschke und Reinhard Buchholz
über Jahre sehr erfolgreich. Der Grund für den damaligen langanhaltenden
Aufstieg
liegt zweifelsohne an der ausgeprägten Professionalität der Beteiligten:
Der expressive Sänger Peter Butschke, der Gitarrist Reinhard Buchholz mit
klassisch geschulter Virtuosität und Werner Karma, der kreative Textautor.
Letzterer, bekannt auch vor allem durch seine Zusammenarbeit u.a. mit der
Rockgruppe "Silly", liefert konkrete Vorlagen, die in den Kompositionen der
beiden Musiker ideale Ergänzung findet.
Da gibt es immer noch den alten "Clochard", der nicht müde wird,
mit Leidenschaft um Liebe, um Herberge für eine Nacht zu werben,
oder den "Boxer", der die Nase voll hat vom rauen Geschäft der Fäuste
und doch nicht anders kann als boxen. Hierzulande wohl nicht passend
zum Straßenbild – der tiefere Sinn der Texte bleibt uns nicht fremd.
Der Appell an die "Gefühle", an das "Brücken bau'n" läßt das
Abwägen von Ratio- und Emotionalität nicht unter den Tisch fallen
und findet eine Zwischen-Menschlichkeit.
Werner Karmas Texte sind voller Metaphern, nahezu Fabeln für das
gesellschaftliche Leben, das Zusammenleben sowohl in früherer als
auch immer noch in heutiger Zeit.
Sparsam nutzt er Überzeichnungen, erinnert ohne
Besserwisserei an postulierte Ideale und läßt den Interpreten eigene Spielräume.
Er formt aus einer Vielzahl, auf den ersten Blick banal erscheinender Alltagsbeobachtungen
ein Mosaik, das Nachdenklichkeit inspiriert und Einsichten vermittelt.
Wirklich produktiv werden alle Texte erst durch die Interpretation auf der Bühne,
durch die variationsreiche Gestaltung des Sängers Peter Butschke. Er schlüpft
in die verschiedenen Rollen seiner Lieder, setzt die Skala seiner stimmlichen
Möglichkeiten vom lustvollen Flüstern bis zum wilden Schrei ein. Reinhard Buchholz,
optisch eher unauffällig, spielt Konzertgitarre, Mandoline und E-Gitarre und zieht dabei
alle Register seiner Fingerfertigkeit.
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